Blaubleche – ja oder nein?

Beispiel Blaublech
Beispiel Blaublech
Ein Beispiel für ein verbreitetes Blaublech im Onlinehandel* mit 26cm Durchmesser.

Wer mit dem Pizzaofen für die Familie Pizza zubereiten möchte, steht schnell vor dem Problem, dass die Pizzen ja nacheinander gebacken werden, die Familienmitglieder aber gleichzeitig Hunger haben. Pizzen, die vorbereitet werden, bekommt man nach längerer Liegezeit aber schwer auf die Schaufeln, womit diese Möglichkeit ausscheidet.

Abhilfe schaffen hier Blaubleche*. Schaut man in Pizzerien mal zu, stellt man fest, dass auch hier trotz hochwertigen Steinöfen häufig die Pizzen in Blaublechen vorbereitet werden.

Wie muss ich beim Backen mit Blaublechen vorgehen?

Die Pizzen werden auf den Blaublechen* vorbereitet und 2min mit Blech gebacken. Dann mit zwei Pfannenwendern aus dem Blech heben und 2-3min auf dem Stein fertig backen. So lässt sich einfach eine große Menge vorbereiten, die Gäste können dennoch selber belegen und man backt hintereinander weg ohne Wartezeit.

Blaubleche* bis 26cm passen gut in einen Tisch-Pizzaofen hinein und man kann durch die passgenaue Form gut die ganze Fläche ausnutzen. Denn seien wir ehrlich, so herrlich runde Pizzen wie der Italiener unseres Vertrauens bekommen wir meist doch nicht hin. Durch die Blaubleche werden die Pizzen perfekt rund und bekommen auch den typischen neapolitanischen Pizzarand. Bei 28cm Durchmesser darf der Rand nicht mehr wirklich hoch sein, sonst wird er nicht gebacken. Dabei kommt es aber auch darauf an, wie sehr der Pizzateig aufgeht und wie kross man die Pizza mag. Einen Rezeptvorschlag für Pizzateig haben wir auf unserem Partnerblog veröffentlicht.

Muss man Blaubleche einbrennen?

Die Empfehlung ist eindeutig, Blaubleche* vor der ersten Benutzung einzubrennen. Zum einen sollen Industrierückstände entfernt werden, zum anderen kann der Teig festkleben, wenn nicht eingebrannt wird und das wäre sehr schade.

Meist ist beim Kauf eine Anleitung zum Einbrennen vorbei. Die Blaubleche werden 2-3mal bei 100°C im Backofen aufgeheizt und zwischendurch mit einen feuchten Lappen gereinigt. Anschließend das trockene Blech mit etwas Speiseöl einreiben. Dabei vor allem auch die Ränder nicht vergessen. Danach die Blaubleche nochmal in den Backofen legen, dieses Mal aber bei 180°C. Nun 2 Stunden lang einbrennen, danach nochmal feucht abwischen. Ein letztes Mal einölen und die Blaubleche sind bereit zum Einsatz.

Wie pflege ich mein Blaublech?

Da Blaubleche von Haus schnell Flugrost ansetzen können, muss man einige Pflegehinweise beachten. Blaustahl ist sehr feuchtigkeitsempfindlich. Das Einbrennen und Einölen sollte deshalb sorgfältig durchgeführt werden.

Grundsätzlich reicht es, die Blaubleche* nach Benutzung feucht auszuwischen. Danach sofort trocknen und einölen, dann halten sie auch lange. Keinesfalls sollte man die Blaubleche in die Spülmaschine geben. Unbedingt vermeiden sollte man auch eine Beschädigung der Oberfläche, also nicht darin schneiden oder sonstige scharfen Gegenstände verwenden.

Sollte das Blaublech* wider Erwarten rosten, dann den Rost so gut es geht entfernen, feucht reinigen, einölen und erneut bei 180°C für 2 Stunden einbrennen.

Wie viele Blaubleche brauchst Du?

Für die Vorbereitung der Pizza, solange die andere noch im Pizzamaker backt, solltest Du mindestens über ein zweites Blaublech nachdenken. Darüber hinaus kommt es ein wenig drauf an, wie viele Personen ihr beim Essen seid und ob jeder – ähnlich wie beim Raclette – seine eigene Pizza belegt oder ihr gerne teilt. Mehr Bleche als ihr Personen seid plus ein „Reserve-Blech“ braucht man jedoch im Regelfall nicht.

Es kommt aber auch öfter vor, dass sich Kunden für die Variante im 10er-Pack* entscheiden, die jeder Party standhält.

Fazit

Ob man Blaubleche* nutzen möchte ist reine Geschmacksfrage. Wer Probleme hat, die Pizza heil auf den Stein zu transportieren, wird sich mit den Blaublechen leichter tun. Bei der Zubereitung für mehrere Personen können Blaubleche ebenfalls von Vorteil sein.

Für mich persönlich ist die Möglichkeit, Pizzen in den Blaublechen* anzubacken, um sie nach dem Auskühlen für später einzufrieren, eine tolle Alternative zur Fertigpizza.

Wichtig ist, die Pflegehinweise zu beachten, sonst ärgert man sich schnell über verrostete Bleche.