Zu Anfang habe ich leider eine schlechte Nachricht: So hell und gleichmäßig wie nach dem Kauf wird ihr Pizzastein nie wieder sein. Das Pizzabacken auf dem Pizzastein hinterlässt Gebrauchsspuren, die dadurch entstehen, dass kleine Soßenspritzer, Käsereste oder Grießkörner bei den hohen Temperaturen im Pizzaofen einbrennen. Durch sauberes Arbeiten kann man die Entstehung von unschönen schwarzen Flecken reduzieren. Man wird sie aber nicht gänzlich vermeiden können. Wir denken, das ist auch nicht schlimm, denn bei dem Pizzaofen handelt es sich ja um einen Gebrauchsgegenstand.
Die Reinigungsprozedur
Die Reinigungsprozedur unterteilen wir in drei Schritte:
- Entfernung von losen Krümeln und Resten
- Mechanische Entfernung von Krusten und eingebrannten Zutaten
- Durch Aufheizen können Verfärbungen stark reduziert werden und der Stein hellt sich auf
Entfernung von losen Krümeln und Resten
Zur Zwischenreinigung zwischen mehreren Pizzen lohnt es sich auch während der Essenszubereitung immer mal wieder die losen Krümel und Reste z.b. Rückstände von grobem Grieß oder heruntergefallene Zutaten zu entfernen. Beim Pizzaofen Delizia von G3Ferrari kann man hierzu z.b. die Metallschaufeln verwenden. Alternativ kann man das Gerät auch kurz anheben und auf ein Holzbrett seitlich kippen. Die Krümel fallen raus und werden nicht schwarz. Ansonsten entsteht in der Wartepause oder spätestens bei der Zubereitung der nächsten Pizza ein unangenehmer Geruch, der den Essensgenuss stören kann.
Mechanische Entfernung eingebrannter Reste
Bei der Zubereitung von Tiefkühlpizzen oder sehr dünnen frischen Pizzen kann es passieren, dass die unterste Schicht des Pizzateig anbrennt und ein kleines Stück auf dem Pizzastein zurückbleibt. Aber auch wenn einzelne Stückchen der Zutaten, z.b. Paprikawürfel oder geriebener Käse auf den Pizzastein fallen, entstehen eingebrannte schwarze Flecken. Auch diese Speiserückstände verursachen im weiteren Verlauf einen verbrannten Geruch. Daher sollten Sie durch leichtes Kratzen mit der Pizzaschaufel oder nach dem Erkalten mit einer harten Kante entfernt werden. Dazu eignet sich genau so eine Spachtel oder ein Cerankochfeld-Schaber. Das Kratzen darf aber auf dem empfindlichen Pizzastein nur vorsichtig und ohne Druck erfolgen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der empfindliche Pizzastein durch den Druck einen Riss bekommt. Das wäre sehr schade.
Reinigung durch Pyrolyse
Wenn der Pizzastein sich durch verbrannte Zutaten stellenweise verfärbt hat, sieht das nicht mehr so schön aus und kann den Genuss schmälern. Durch leichtes Schaben kann man die optische Störung nicht mehr entfernen, da vor allem flüssige Bestandteile in tiefere Schichten des porösen Steins eindringen können. Manche Kunden empfehlen ein leichtes Abschleifen des Pizzasteins, um die Originalfarbe wieder herzustellen. Wir von pizza-ofen.net haben aber einen anderen Trick bei einem italienischen Youtuber gefunden. Er empfiehlt, den Pizzaofen bei der höchsten Stufe über einen längeren Zeitraum von ungefähr einer Stunde auszuheizen. Warum soll das etwas verbessern? Nun bei diesen hohen Temperaturen von circa 400 °C tritt die sogenannte Pyrolyse ein. Das ist der gleiche Effekt, wie man bei selbstreinigenden Gasgrills im Sommer ausnutzt. Kohlenstoffhaltige Nahrungsmittelreste zersetzen sich und verlieren die schwarze Farbe. Hellgraue Aschereste bleiben zurück, die leicht abgebürstet werden können.
Wir haben das mal ausprobiert und konnten nach einer Stunde in der Tat eine deutliche Aufhellung des Pizzasteins erzielen:


Braucht das nicht zu viel Strom?
Dass Strom verbraucht wird, ist klar. Da die Prozedur aber nur ein bis zwei Stunden dauert und ein Pizzaofen ungefähr 1000 Watt (z.B. G3 Ferrari: Max. Stromaufnahme 1200 W) verbraucht, wird ungefähr 1-2 kWh an Energie verbraucht. Die entstehenden Kosten betragen ungefähr 30-60 Cent. Diese Kosten sind vermutlich tragbar und da wir “blauen” Strom aus Wasserenergie verwenden kann ich auch aus ökologischer Sicht damit leben, aber das sollte jeder für sich entscheiden.
Fazit
Der Pizzaofen sollte auch zwischen zwei Pizzas immer wieder von losen Krümeln und Grießkörnern gereinigt werden, da diese Stoffe nach kurzer Zeit in einem heißen Ofen unangenehmen Brandgeruch verströmen.
Nach einem Pizzaessen und vor dem Aufräumen des Pizzamakers in den Schrank sollte man sich die Zeit nehmen und auch eingebrannte Reste der Pizza mit einem Schaber entfernen. Und wen die verbleibenden dunklen Flecken auf dem Pizzastein dann noch stören, dem empfehlen wir ein gelegentliches Ausheizen des Ofens. Durch die hohen Temperaturen hat man fast immer die Möglichkeit, diesen Selbstreinigungseffekt zu nutzen. In unserem Test haben wir das mit einem G3Ferrari Delizia ausprobiert und konnten den Pizzastein deutlich aufhellen.